Tesla Leasing-Optionen in der Schweiz

Der Kauf eines Autos ist für Otto Normalverbraucher die wohl zweitteuerste Anschaffung im Leben. Nur der Erwerb von Wohneigentum ist teurer. Am günstigsten ist der Autokauf unbestritten, wenn man das Auto bar bezahlt. Dennoch ist etwa jedes fünfte Auto in der Schweiz geleast. Leasing ist, auch unbestritten, die teuerste Variante ein Auto zu „kaufen“. Dazwischen liegt wohl der Autokredit, der meistens höher verzinst wird, dafür ist man von Tag eins an Eigentümer des Fahrzeugs. Da man das Auto nach der Tilgung des Autokredits behalten darf, behält man auch den vollen Wiederverkaufswert was den TCO gegenüber der Leasing-Option sehr positiv beeinflusst. Zudem kann man beim Autokredit jederzeit mehr zurückzahlen als im Vertrag vereinbart ist und spart so Zinsen. Im Gegensatz zu den Zinsen, die bei einem Leasing bezahlt werden müssen, können Autokredit-Zinsen dem steuerbaren Einkommen abgezogen werden, ein weiterer Vorteil.

Als Faustregel lässt sich also sagen: Am besten mit dem eigenem Geld bezahlen und wenn das nicht machen kann oder will: besser einen Autokredit abschliessen anstatt zu leasen. Die Faustregel die ich von meinem Vater auf den Weg mitbekommen habe ist noch etwas härter: Kaufe ein Auto nur, wenn Du drei davon kaufen könntest.

Wer sich trotzdem für ein Leasing für seinen Tesla entscheidet, der kann entweder sein Leasing bei seiner bevorzugten Leasingbank selber organisieren oder mit ein paar wenigen Klicks bei einer der beiden Leasingpartner von Tesla einen Antrag übermitteln. Tesla arbeitet zur Zeit mit zwei Leasingbanken zusammen: Cembra Money Bank AG und BANK-now AG:

Cembra Money Bank AG
Die an der Schweizer Börse kotierte Leasingbank gehörte zuvor GE Capital, dem Finanzarm des General Electric Konglomerats und der UBS via deren Prokredit-Leasingbank. 2019 kaufte die Cembra Money Bank AG die Cashgate AG welche zuvor der Aduno-Gruppe gehörte.

BANK-now AG
Die Leasing-Tochter der Credit Suisse ist seit 2006 am Markt. Die BANK-now AG ging aus dem Zusammenschluss des Privatkredit- und Leasinggeschäfts der Credit Suisse und der City Bank AG hervor.

In einigen Märkten bietet Tesla durch die Tochtergesellschaft „Tesla Finance“ Leasingverträge an. Beispielsweise in den USA und in Deutschland. Etwa 5% der verkauften Fahrzeuge laufen über dieses Tesla-eigene Leasing. Dieser Geschäftsbereich ist relativ klein. Das kann verschiedene Gründe haben. Umsätze können gemäss GAAP-Regeln nur verzögert gebucht werden. Zudem kann man sich darüber streiten, ob Tesla die verfügbaren Barmittel nicht besser für die weitere Expansion verwendet anstatt damit die Fahrzeuge ihrer Kunden zu finanzieren. Es scheint nicht so, dass Tesla mit Leasing-Angebote die Nachfrage ankurbeln muss. Mit über 8 Milliarden Dollar auf der Bank wäre zwar genug Kapital vorhanden um das hauseigene Leasing-Geschäft auszubauen. Ich sehe hier insbesonder Potential beim Flottenkunden-Geschäft in Europa. Mehr dazu in einem zukünftigen Artikel.